Begriffe der Preiszeichnung

Verstehen sie die Welt der Preisauszeichung

Die Welt der Preisauszeichnung ist geprägt von Begrifflichkeiten. Einige sind selbsterklärend, andere sind für einige nur böhmische Dörfer. Hier finden sie eine Auflistung der Begriffe mit einer verständlichen Definition. Die Liste ist sicherlich nicht vollständig. Wenn Sie einen fehlenden Begriff melden wollen, können sie das gerne über mein Kontaktformular tun.


Quick-Links

EAN-Code – Einzelpreis GesamtpreisGrundpreis – GS1-Databar- Nettopreis Phantasiepreis–  Preisgegenüberstellung – Runde/gebrochene PreiseStraßenpreis – Unverbindliche Preisemfehlung


 

EAN Code 128

EAN Code 128

EAN Code

Der EAN-Code (European Article Number) ist ein Strichcode welcher nur von Maschinen lesbar ist.  Der Inhalt des Codes ist immer eine Zahl, bestehend aus 8 oder 13 Stellen. Der Code wird im Einzelhandel dafür benutzt um Artikel mit einem Lesegerät (EAN-Scanner) einlesen zu können. Das Lesegerät (Barcode-Scanner) findet meist an den Kassen oder als Handscanner um Preise oder Artikel über die Warenwirtschaft abzurufen.
Die meisten im Handel befindlichen Artikel haben solch einen Strichcode auf der Ware oder deren Umverpackung. Eine EAN-Nummer muss man für jeden Artikel beantragen und auch eine entsprechende Gebühr dafür bezahlen.
Im Code sind folgende Informationen gespeichert: Basisnummer (Länderpräfix und Unternehmensnummer), Artikelnummer des Herstellers und einer Prüfziffer.

Einzelpreis

Der Einzelpreis wird immer für Stückgut-Ware verwendet. Das sind entweder lose Teile (z. B. T-Shirt) oder eine Verpackungs-Einheit, welche auch mehrere Teile enthalten kann, aber als eine Einheit verkauft werden (z. B. 4er-Packung Joghurt).

Gesamtpreis

Der Gesamtpreis ist immer die Summer aller Einzelpreise. Im Gesamtpreis sind jedoch noch keine Zusatzkosten wie z. B. eine Anlieferung, Versandkosten oder ähnliches enthalten. Bei Aufstellungen von Artikel ohne Mehrwertsteuer wird diese im Anschluss noch separat aufgeführt.

Grundpreis

Der Grundpreis wurde eingeführt das der Verbraucher die Preise der verschiedenen Artikel besser vergleichen kann. Bis zur Einführung des Grundpreises war es bei vielen Artikel schwer möglich die Preise zu vergleichen. Insbesondere wenn die Artikel  verschiedene Verkaufsmengen (z. B. Gramm) hatten. So konnten z. B. die Preise einer 120-g-Schokolade schlecht mit einer 80-g-Schokolade vergleichen werden.

Beispiel Grundpreis

Mit der Einführung wurde es möglich die Preise einfacher zu vergleichen. Auf den Preisschildern und Regaletiketten ist seit der Einführung ein Vergleichspreis eingeführt. Dieser ist immer in unmittelbarer Nähe des Verkaufspreises und stellt den umgerechneten Preis je Mengeneinheit dar.

Der Grundpreis bezieht sich auf alle Waren welche nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche verkauft werden.

Eine genaue Definition ist in der Gundpreisverordnung vorgeschrieben, sie ist ein Bestandteil der deutschen Preisangabenverordnung (PAngV)

Nettopreis

Unter einem Nettopreis versteht man immer den Preis ohne Umsatzsteuer. Der Preis inkl. Umsatzsteuer ist dann ein Brutto-Preis. Hier gibt es oft Verständnisprobleme. Wer sich unsicher ist, sollte lieber auf Aussagen „inkl. UmSt“ oder „zzgl. UmSt.“ verwenden. So kann man Missverständnisse ausschließen.

Phantasiepreis

Das sind Preise die Assoziationen auslösende, oft auf einen bestimmten Anlass anspielende Preisbezeichnungen oder rein werbliche Zwecke erfüllen und nicht direkt mit der Namensgebung zu tun haben. Beispiele hierfür sind Mondpreise, Kellerpreis, Frühjahrspreis, Trostpreis, Knallerpreis oder Jubelpreis.

Preisgegenüberstellung

preisgegenueberstellungHierbei wird entweder der alte Preis dem neuen gegenüber gestellt oder die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers wird als alter Preis dargestellt. In diesem Fall muss die Angabe UVP oder unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers mit aufgeführt werden.

Runde- und gebrochene Preise

Ob man für den Verkauf einen runden oder einen gebrochenen Preis bevorzugt, hängt oft vom zu verkaufenden Artikel ab. Runde Preise sind immer ohne Cent-Angaben (z. B. 100 Euro). Gebrochene Preise sind hingegen mit Cent-Angaben (z. B. 1,99 Euro). Die Wahl der Preismethode hat auch oft psychologische Hintergründe.

Straßenpreis

Der Straßenpreis ist der ungefähre durchschnittliche Verkaufspreis. Bei der Nennung werden meist nur die niedrigsten Angebote berücksichtigt. Dieser Wert ist aber eine gute Grundlage für den Vergleich von Angeboten.

Unverbindliche Preisempfehlung (UPE oder UVP) 

Unverbindliche PreisempfehlungDie unverbindliche Preisempfehlung wird immer vom Hersteller ausgegeben. Es ist nichts weiter als eine Preisempfehlung für den Händler. Dieser muss sich aber, im Gegensatz zum Festpreis, nicht dran halten.
Diese Preisempfehlung wird vom Handel gerne als Werbemittel genutzt wenn der Händler den Artikel unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung verkauft.

Gerne wird hier bei auch mit der „ehemaligen unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers“ geworben.